Wenn Dein Kind traurig ist – manchmal darf ein Gefühl einfach da sein

Es gibt diese Momente, in denen wir unserem Kind ansehen, dass etwas nicht stimmt. Es ist stiller als sonst, zieht sich vielleicht zurück oder plötzlich kommen die Tränen. Wahrscheinlich kennen viele von uns dann diesen ersten Gedanken – Was kann ich tun, damit es meinem Kind wieder besser geht?

Wir möchten trösten, helfen und ihm das, was gerade weh tut, am liebsten abnehmen.

Doch manchmal braucht unser Kind in diesem Moment gar keine Lösung. Manchmal braucht es einfach jemanden, der da ist.

Wenn Dein Kind traurig ist

Traurigkeit gehört zu unserem Leben. Auch wenn es für uns als Mütter manchmal schwer auszuhalten ist, unser Kind weinen zu sehen, müssen die Tränen nicht sofort wieder verschwinden. Sie dürfen erst einmal da sein.

Manchmal möchte Dein Kind erzählen, was passiert ist oder in den Arm genommen werden, manchmal möchte es gerade gar nichts sagen.

Wir können einfach bei ihm bleiben und ihm das Gefühl geben – Du darfst traurig sein. Ich bin da.

Ich glaube, genau darin liegt etwas sehr Tröstliches. Unser Kind muss sein Gefühl nicht erklären oder möglichst schnell wieder fröhlich werden. Es darf erst einmal fühlen, was gerade da ist.

Manchmal zeigen Tränen, was Worte noch nicht sagen können

Ich kenne das auch von meiner Tochter. Gerade als sie kleiner war, hat sie nicht viel darüber gesprochen, was sie traurig machte. Manchmal kamen einfach die Tränen.
Jedes Kind ist anders. Wir müssen daher gar nicht immer sofort wissen, was hinter den Tränen steckt. Wenn wir unserem Kind Zeit geben und bei ihm bleiben, entsteht ein Raum, in dem es mit seinem Gefühl nicht allein ist. Manchmal erzählt es irgendwann von selbst, was es beschäftigt.

Ein kleiner Schutzengel-Moment

In meinen Kinderbüchern begleitet der Schutzengel die Kinder immer wieder, weil er sie auf eine spielerische und liebevolle Weise in ihrer eigenen Welt abholen kann. Wenn Dein Kind Schutzengel auch mag, könnt Ihr daraus einen kleinen gemeinsamen Ruhemoment machen.

Vielleicht kuschelt Ihr Euch zusammen und stellt Euch vor, dass der Schutzengel gerade ganz nah bei Euch ist. Ihr könnt ein kleines Licht anzünden oder gemeinsam ein paar Worte sprechen.

Nicht, damit die Traurigkeit möglichst schnell verschwindet, sondern als liebevolle Erinnerung – Du bist auch mit Deiner Traurigkeit nicht allein.

Kleines Schutzengel-Gebet

Lieber Schutzengel,
ich fühle mich traurig.
In mir fühlt es sich dunkel an,
so wie eine dunkle Regenwolke am Himmel.

Doch ich weine einfach und stelle mir vor,
dass meine Tränen wie der Regen sind,
der mein Herz ein bisschen leichter macht.

Und hinter der Wolke scheint die Sonne,
sie hat sich nur versteckt,
so wie die Liebe,
die immer da ist,
auch wenn ich sie manchmal nicht fühlen kann.

Danke, dass Du bei mir bist
und mich an die Liebe in mir erinnerst.
Amen.

Ein Moment der Verbundenheit

Manchmal braucht es gar nicht viel. Ein paar Minuten, in denen Ihr einfach beieinander seid und nichts anders sein muss, als es gerade ist.

Vielleicht ist die Traurigkeit noch ein wenig da, doch Dein Kind spürt:

Ich bin mit meinem Gefühl nicht allein.

Vielleicht spürst auch Du:

Alles darf da sein.

Wenn Du Dir solche kleinen Herz- und Ruhemomente mit Deinem Kind wünschst, begleiten Euch gerne meine Herzimpulse mit Geschichten, Gedanken und Ideen für gemeinsame Ruhemomente im Alltag.

Ich freue mich, wenn Ihr dabei seid.

Von Herzen,

Katja

Herzimpulse für Mütter und Kinder: Ja, wir möchten dabei sein

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