Innerer Frieden für Mütter beginnt mitten im Alltag
Vielleicht hast Du Dich beim Anblick dieses Bildes gefragt, ob ich dort oben wirklich entspannen kann. Ich musste selbst schmunzeln, denn eigentlich geht es gar nicht um den Baum.
Es geht um das Gefühl, das ich dort oben hatte. Für einen Moment war das Leben ein wenig leiser, weil ich wieder mit mir selbst verbunden war.
Vielleicht ist Dein Lieblingsplatz kein Baum. Vielleicht ist es eine Bank am See, ein Spaziergang durch den Wald oder Dein Lieblingsgetränk, wenn das Haus für einen kurzen Moment still geworden ist.
Ich glaube, wir alle sehnen uns nach genau solchen Momenten. Nicht, weil um uns herum alles ruhig sein muss, sondern weil wir selbst wieder Ruhe in uns finden möchten.
Warum Ruhe manchmal so schwer fällt
Lange Zeit habe ich geglaubt, dass die Ruhe irgendwann von ganz allein kommt – wenn mein Kind mal keine „kreativen“ Geräusche macht und endlich alles erledigt ist.
Heute weiß ich, dass dieser Zeitpunkt nie kommen wird.
Früher habe ich gar nicht verstanden, warum es mir so schwerfällt, einfach einmal nichts zu tun. Sobald ich mich hingesetzt habe, meldete sich dieses schlechte Gewissen. Ich hätte doch noch die Küche aufräumen oder die Wäsche zusammenlegen können.
Ruhe fühlte sich für mich nicht erholsam an. Sie fühlte sich an, als würde ich etwas falsch machen.
Erst viel später habe ich verstanden, woher dieses Gefühl kam.
Ich bin mit einem alkoholkranken Vater groß geworden. Schon als Kind wollte ich über gute Leistungen zeigen, dass ich gut genug bin. Damals wusste ich natürlich nicht, dass daraus ein Glaubenssatz entstanden ist, der mich viele Jahre begleiten würde. Vielleicht fühlte sich Ruhe genau deshalb so ungewohnt an.
Als ich selbst Mutter wurde, war dieser Gedanke immer noch da. Nur hatte er eine andere Form angenommen. Plötzlich sollte der Haushalt perfekt sein, alles ordentlich aussehen und ich wollte allem gerecht werden. Ohne es zu merken, machte ich meinen eigenen Wert davon abhängig, wie viel ich an einem Tag geschafft hatte.
Ich hatte das Gefühl, erst dann zur Ruhe kommen zu dürfen, wenn alles erledigt war.
Vielleicht kennst Du dieses Gefühl auch.
Der Leuchtturm im Sturm
Früher dachte ich, innerer Frieden bedeutet, dass der Sturm irgendwann aufhört. Heute sehe ich das anders.
Ich stelle mir gerne einen Leuchtturm vor. Er kann den Wind nicht anhalten und auch die Wellen nicht glätten.
Aber er bleibt ruhig stehen und gibt Halt und Orientierung – selbst dann, wenn das Meer unruhig ist.
Genau so fühlt sich innerer Frieden für mich an. Die Herausforderungen verschwinden nicht einfach, aber ich bleibe ruhig und mit mir selbst verbunden, auch wenn um mich herum gerade alles laut ist.
Manchmal reicht es schon, einmal bewusst durchzuatmen, bevor ich reagiere. Manchmal hilft mir ein Spaziergang oder eine Tasse Tee draußen an der frischen Luft. Es sind oft diese kleinen Mini-Oasen, in denen ich wieder ganz bei mir ankomme.
Genau dort beginnt für mich innerer Frieden. Nicht irgendwann, wenn endlich alles erledigt ist oder das Leben ruhiger wird, sondern mitten im echten Alltag – zwischen Wäschebergen und all den kleinen und großen Herausforderungen, die das Familienleben mit sich bringt.
Vielleicht darf es wieder leichter werden
und Du spürst, dass Du Dir wieder mehr Raum für Dich wünschst.
Dann begleite ich Dich gern ein Stück.
In einem geschützten Raum, in dem alles Platz hat was Dich gerade bewegt.
Ganz persönlich und von Herz zu Herz,
Katja
💌 Wenn Du zu mehr Geduld in Deinen Alltag findest möchtest, dann lies auch gerne meinen Blogartikel: Lieber Gott schenke mir Geduld und zwar zack, zack.
